Category Archives: Cities

Moin, moin! Rostock…

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Beach in Warnemuende

I moved to Rostock about three month ago and it’s like living in Halifax in Germany. ­čśë The waterfront is only five minutes away from my flat share, it takes about 35 minutes for me to drive to the beach in Warnemuende and the people are very relaxed so far.

If you plan a trip to Germany this summer, don’t forget to visit the Baltic Sea and join me for a walk and a cup of coffee!

Here is my top five list for Rostock and Warnemuende!

  1. Warnemuende (try a “Fischbr├Âtchen” if you like sea food)
  2. Waterfront in Rostock
  3. Volkstheater Rostock
  4. Dance all night long at the Peter-Weiss-Haus
  5. Check out the KTV neighborhood (lot’s of alternative small shops)

 

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Beach in Warnemuende with light house in the back

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Top five things to do in Halifax

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Halifax in Nova Scotia is one of my favorite towns. Not to big, not to small, very friendly Haligonians, top destination to go out dancing and just a blast in the summer!

Top five:

  1. Stroll the waterfront and end up at Point Pleasant Park with a Picnic or go to see Shakespeare in the Park
  2. Bearly’s House of Blues
  3. Citadell Hill view
  4. Visit Pier 21 and the Immigration Museum
  5. Rum Runners Trail from Halifax to Lunenburg
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Halifax
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Bearly’s House of Blues
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Bike Trail
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Lake on the trail…you can go swimming, if you want!

German Hoop Convention 2017

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Hi Hoopers,

I’m so excited to join the German Hoop Convention in Hannover this upcomin weekend. It’s my first time. I’m still a beginner, but can’t wait to finally meet some of the best hoopteachers like Deanne Love or Babz Robinson (know them from youtube) and all the great people, I share the same passion with. No worries, that I need to drive to Kiel for a job interview tomorrow at first…if I’m down afterwards I will hoop the worries off this weekend until I’m happy again. If it works out, it would be cool, because I would really love to work for a dance company as an assistant.

Sommerliche Gr├╝├če aus Germany!

Theater der Welt Hamburg 2017

Gleich mal vorne weg: Ein Theaterfestival geht in einer Stadt wie Hamburg an einem sonnigen, verl├Ąngerten Wochenende gnadenlos unter. Die Leute quetschen sich auf die n├Ąchste F├Ąhre gen Neum├╝hlen und wollen am Elbstrand Bratwurst und Bier genie├čen oder an den Landungsbr├╝cken Eis schlecken, oder oder oder…wen interessiert es eigentlich, dass hier gerade ein internationales Theaterfestival stattfindet? Sieht jemand die wenigen Plakate und Hinweiseschilder, die ich als theaterbegeisterte Besucherin oft vergeblich gesucht habe?! Ich habe also meinen Sonntag in Hamburg verbracht und mir gute sechs Stunden Theater angeschaut. Los ging es auf Kampnagel mit der Produktion “The Gabriels: Election year in the Life of one Family” des Public Theaters aus New York in der Regie von Richard Nelson. Was wurden da im ersten Teil Zwiebeln, Auberginen und Tomaten geschnippelt f├╝r das Ratatouille, Brot in Echtzeit gebacken, Salat gewaschen und angerichtet und ├äpfel f├╝r den Apfel-Crumbel gesch├Ąlt. Mary Gabriel, gespielt von der wunderbaren Marylann Plunkett, really likes to make things und richtig: “you only learn by doing.” Wir Zuschauer lernen die interessante Nebenhandlung der Beziehungsverstrickungen und Gedanken zur politischen Entwicklung des Landes (USA) also nebenbei kennen, w├Ąhrend wir in der Haupthandlung gef├╝llt selbst die ├äpfel f├╝r den Crumble sch├Ąlen. Das ist purer Theaterrealismus, der einen bisweilen einlullt und doch bei Laune h├Ąlt. Denn man mag sie irgendwie, diese Gabriels, die ganz bodenst├Ąndig und typisch amerikanisch daher kommen und (doch) etwas zu sagen haben, wenn man ihnen nur lange genug zuh├Ârt. Die Mittelschicht hat eine (politische) Meinung, sie wird eben nur oft nicht geh├Ârt, weil es erstmal lange Zeit nur um ganz “banalen” Lebensalltag geht, der gemeistert werden will. Im zweiten Teil┬á werden Nudeln gekocht, Kartoffeln f├╝r einen Kartoffelsalat gesch├Ąlt, George Gabriel, gespielt von Jay O. Sanders, macht eine leckere Guacamole und so weiter und sofort…nur gegessen wird nicht! Auch nach 3 Stunden hat noch keiner einen Bissen runter gekriegt. Stattdessen ist das Picknick f├╝r morgen vorbereitet und wandert in den vom Zuschauer bereits verhasten gro├čen amerikanischen K├╝hlschrank (wieviele Zutaten sind da eigentlich drin, verdammt nochmal???). Man redet weiter ├╝ber den verstorbenen und doch allseits pr├Ąsenten geliebten Ehemann und Vater Thomas Gabriel. Auf einer Metaeben geht es zudem einerseits um Hillary Clinton und Donald Trump und andererseits Herman Melville und Nathaniel Hawthorne. Was die amerikanische Kultur und ihren Mythos vom Melting Pot im Innersten zusammenh├Ąlt und/oder doch auch spaltet, bleibt merkw├╝rdig unkonkret. Es ist ihnen fremd, diesen Amerikanern, einen mal vor den Kopf zu sto├čen und den theatralen Bruch zu wagen…sie integrieren uns Zuschauer lieber bis zur Unertr├Ąglichkeit. Man bleibt dran…man will ja unbedingt verstehen, warum dieses Land so gew├Ąhlt hat. Die Gabriels, als exemplarische amerikanische Familie, sind eine gute Versuchanordnung auf dem Theater, um die Umst├Ąnde einiger weniger Menschen in einer so vielf├Ąltigen Gesellschaft, wie wir sie in den USA vorfinden, zu beschreiben. Keine Schwarz-Wei├č-Malerei, keine Antworten…den dritten Teil konnte ich mir leider nicht mehr geben, weil ich mir im Kakaospeicher “An Act of now” von Chunky Move/Anouk van Dijk angesehen habe. V├Âllig anderes Theatererlebnis. Visuell ├╝berfordern und aufregend. Um die 550 Zuschauer mit Kopfh├Ârern ausgestattet, werden in eine rie├čige Halle geleitetet. Stimmen fl├╝stern einem Gedanken in die Ohren, w├Ąhrend man sich mit der dunkel gekleideten Theatermasse durch den Nebel bewegt. “Don’t panic.┬á Don’t panic! You have to aks permission.” Nach einer kurzen zur├╝ckgelegten Strecke ist um die Ecke ein Glashaus zu sehen. Dahinter eine Trib├╝hne von St├╝hlen, auf denen wir Platz nehmen sollen. Nun also doch eine Beobachterposition einnehmen, die eine klare Trennung zwischen Akteuren und Zuschauern formuliert. Schade. Es folgen Eineinhalbstunden energiegeladener Tanz von sieben T├Ąnzer/innen in einem relativ kleinen Glashaus, zu dem ich als Zuschauer ├╝ber meinen Kopfh├Ârer einen vermeintlich “direkten” Draht habe. In den st├Ąrksten Momenten wirken die T├Ąnzer/innen wie in extreme Bewegungen versetzte Kieselsteine, die im Treiben der Wellen immer wieder an Land gesp├╝lt werden. Kopf, Arme und Beine drehend und sich im Kreis in einer Drehbewegung fortbewegend. In nicht enden wollenden Zirkeln aus Spr├╝ngen und Hebungen in einem sehr begrenzten Raum, in dem jeder auf den anderen achten muss. Der Einsatz des Lichts und die an der linken Seite der Fabrikhalle erzeugten Schattenreflektionen der T├Ąnzer/innen erinnern pl├Âtzlich an die Trainingssituation im Tanzstudio, bei der sie sich abm├╝hen und doch nur Schatten ihrer selbst sind. T├Ąnzer/innen die nicht als Individuen und K├╝nstler wahrgenommen werden, sondern als blo├če K├Ârper. K├Ârper, die als Grundlage das Material bilden, mit denen sich ein Choreograf auszudr├╝cken versucht. Gesichter, die sich an die Glasscheiben des Hauses dr├╝cken und schreien, ohne auch nur einen Laut von sich zu geben. Mehrmals habe ich meine Kopfh├Ârer beiseite geschoben und ├╝berpr├╝ft, was mir die Realit├Ąt erz├Ąhlt…was h├Âre ich in dieser Halle…wie direkt kann ich die sich abarbeitenden (T├Ąnzer)K├Ârper wahrnehmen. Verfalle ich zu sehr der Kraft der Dramaturgie der Tonspur(en)? Wie verh├Ąlt es sich hier mit “Innen” und “Au├čen” und wann bin ich ausgestiegen und hatte sich der Effekt ├╝berholt? Denn so war es…Fragen ├╝ber Fragen.

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10 Minuten nachdenken ├╝ber Tagesgeschehen – Wahltag in Frankreich

Als ich heute morgen durch Berlin gelaufen bin und zwei Franz├Âsinnen auf ihren R├Ądern an mir vorbei fuhren und miteinander sprachen, habe ich ganz sensibel reagiert. Heute Franz├Âsisch zu h├Âren, f├╝hrt mich nat├╝rlich wieder zu dem Gedanken, dass ihr Franzosen heute w├Ąhlen gehen solltet/k├Ânnt/m├╝sst! Als ich beim B├Ącker fr├╝hst├╝ckte und nebenbei den Leitartikel des Berliner Tagesspiegels zur Wahl in Frankreich lass, wurde mir nicht wohler. Die Franzosen haben heute eigentlich wirklich keine Wahl…was tun, wenn man schon absehen kann, dass der dann hoffentlich heute Abend gew├Ąhlte j├╝ngste Pr├Ąsident Frankreichs, es dananch tats├Ąchlich verdammt schwer haben wird, irgend etwas durch zu bekommen, weil er eigentlich eben nicht die Mehrheit hinter sich vereinen konnte. Was hei├čt es, wenn die Leute dich w├Ąhlen, nur weil sie eine andere Katastrophe verhindern wollen? Er ist klug, aber wird es ihm gelingen mit denen ins Gespr├Ąch zu kommen, die nicht zur Elite geh├Âren? Als ich letztes Wochenende in Paris war (eine Woche vor der Wahl) habe ich mich eigentlich gewundert. Man hatte den Eindruck, dass es die Franzosen garnicht so richtig interessiert. Ich habe jedenfalls keine Demos gesehen und auch keinen getroffen, der die Leute aufgerufen hat: “Geht w├Ąhlen!” Keine gro├čen Bewegungen, die Marine Le Pen, verhindert wollen. Da scheint die Motivation 2002 noch gr├Â├čer gewesen zu sein.
Nur einmal habe ich in den drei Tagen einen Schriftzug gegen den Front National gesehen und hier und da waren ein paar Plakate beschmiert, aber sonst…wen interessiert diese Wahl?

Und nat├╝rlich sind jetzt pl├Âtzlich vermeintliche “News” oder “Fake News” aufgetaucht. Sp├Ątestens bei diesen Zeilen hatte ich f├╝r heute schon wieder genug von diesem tollen Internet und der Schnelligkeit. Dann mit diesem beim Fr├╝hst├╝ck angeeigneten neuen Wissen auf in den n├Ąchsten Konferenztag gestartet. Bitte geht w├Ąhlen liebe Franzosen und danach sehen wir weiter…

Was ist ein Frame? Theater und Netz Vol. 5

Einen der interessantesten S├Ątze, von denen die ich geh├Ârt habe, hat heute Klaus Lederer (Senator f├╝r Kultur und Europa, Berlin) gesagt: “Man muss auch in meinem Beruf die M├Âglichkeit des absoluten Scheiterns haben.” Dieser Satz ist im Kontext der Abschlussdiskussion des ersten Tages der Konferenz “Theater und Netz” und vor dem Hintergrund gefallen, dass wir das Recht zu scheitern f├╝r Kunst/K├╝nstler einfordern, aber das auch f├╝r andere gelten sollte. Die Realit├Ąten (und F├Ârderm├Âglichkeiten) sind komplex. Der Mann hat Recht, denn Politiker stehen vor gro├čen Aufgaben und den Titel Senatur f├╝r Kultur und Europa (Europa!) zu tragen, kann sicher eine Last sein. Die Erwartungen sind hoch. Um so spannender, dass Klaus Lederer gekommen ist und sich von seiner Neugierde treiben l├Ąsst.

Theater und Netz Vol. 5 – Behauptungsmaschinen: Fake, Fakten und Fiktionen. Das Feld wird schon seit einiger Zeit beackert. Die Theater haben (vermeindlich?) die Digitalisierung verschlafen (es stimmt wohl leider). Sie stehen in der Kritik museal zu bewaren, statt sich proaktiv mit dem gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Fortschritt zu befassen. Virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Framing, Social-Media-Guidelines,…was haben all diese Themen mit Theater zu tun? ├ťberspitzt gesagt, sitzen die ├╝berwiegend alten Intendanten/innen fest im Sattel, bestimmen was auf dem Spielplan steht und wollen m├Âglichst jeden Satz vorher abgesegnet haben, obwohl sie nicht mal ein Smartphone richtig bedienen k├Ânnen. Die Dramaturgen sind viel zu z├Âgerlich und ├ťberforderung macht sich breit, angesichts der immer neuen digitalen Kan├Ąle, die man nicht zu bespielen wei├č. Den FSJlern in der Presseabteilung will man das Feld, die Inhalte f├╝r die facebook-Seite des Theaters gleich selbst zu produzieren, aber auch nicht alleine ├╝berlassen, denn die verstehen ja “vermeintlich” zu wenig von der Institution Theater, in der sie gelandet sind. Da posten die Pressemitarbeiter dann doch lieber selbst leidenschaftslos ein Mal pro Woche Premierenank├╝ndigungen auf facebook, die die meisten fallower aber wahrscheinlich mega langweilig finden werden. Alles viel zu vereinfacht und stimmt nat├╝rlich so nicht.

Frau Prof. Weling hat in ihrem Vortrag sehr klug dargelegt, dass ich mit dieser ironischen gemeinten Bestandsaufnahme leider nur dazu beitrage den Frame (hier: die Theater haben die Digitalisierung verschlafen) zu verankern. Alles klar!??? Nein, ich glaube, ich habe es noch nicht ganz begriffen, wie das mit dem Framing funktioniert. Metapher -Frame – Narrativ (eine Aneinanderreihung von frames). Nehmen wir ihr Sprachbeispiel “Fl├╝chtlingswelle”. Der Frame w├Ąre hier die Welle/Naturkatastrophe. Die Sprache impliziert eine vermeintlich Belastung. Einen Frame zu negieren bedeutet, ihn zu aktivieren. Wenn ich also etwas anderes erz├Ąhlen will, dann brauche ich einen neuen Frame – ergo zum Beispiel: Die Theater treiben die Digitalisierung voran, weil sie mit Hackern, Programmierern und Neurowissenschaftlern Banden bilden. So, oder so ├Ąhnlich. W├Ąre doch sch├Ân.

Wie sagte Lukas-C. Fischer von der Internetredaktion der Heinrich-B├Âll-Stiftung heute so sch├Ân: Der Mensch hat inzwischen nur noch eine Aufmerksamkeitsspanne von 7 Sekunden (der Goldfisch hat 8 Sekunden). Die jungen Leute suchen im Internet nach den Dingen so, wie sie sprechen, aber sie (die Theatermitarbeiter) schreiben im Internet so, als w├╝rden die Texte gedruckt werden. Youtube und Co funktionieren aber quassi wie ein sprechendes Selfie. Wie wir die Digitalisierung und andere gesellschaftliche Entwicklungen im Theater konkret und physisch erfahrbar machen und daraus einen Nutzen ziehen k├Ânnen, dar├╝ber gilt es weiter nachzudenken. Derweil forschen sie in den USA schon daran, wie man dem Menschen die Notwendigkeit zu schlafen austreiben kann, damit diese 24/7 Welt endlich wie geschmiert l├Ąuft. Ich sag nur eins: ich wei├č, dass dieser Post zu lang ist und ich bin m├╝de. Ich freu mich auf den zweiten Konferenztag morgen!

 

Spazierg├Ąnge durch Paris

Ich habe Zweitausendsieben in Paris gelebt und das ist schon eine Weile her. Die Stadt hat seitdem viel erlebt und dennoch kommt man am Gare de l’Est an und alles ist ganz entspannt. Ich bin letztes Wochenende durch St. Martin spaziert und kreuz und quer durch die Stadt. Der Place de la Republique ist jetzt geflastert und an der Seine sind die Uferstra├čen – die Hauptverkehrsadern – nicht mehr nur im Sommer f├╝r einen Monat, sondern das ganze Jahr ├╝ber gesperrt. Aus aller Welt reisen sie an, um dort spazieren zu gehen und ein Glas Wein bei Sonnenuntergang zu trinken. St. Chapelle, die Katakomben und das Mus├ęe de l’ Orangerie habe ich neu f├╝r mich entdeckt. Man kann in Paris wie immer hervorragend fr├╝hst├╝cken und essen gehen. F├╝r Courbevoir – mein altes Viertel – gibt es einen Stadtentwicklungsplan, inklusiver neuer Nahverkehrsanbindung. Es tut sich viel und f├╝r mich als Au├čenstehende herscht positive Stimmung, aber die Pariser sind nerv├Âs. Nach Trump ist sich keiner mehr sicher, ob Marin le Pen morgen nicht doch gewinnen k├Ânnte… Wenn man im Jardin des Tuilleries sitzt und die “Welt” beobachtet, h├Ąlt man das nicht f├╝r m├Âglich, aber wer wei├č. Es gibt auch eine gro├če unausgesprochene Entt├Ąuschung, Ratlosigkeit, ├ťberforderung und M├╝digkeit. Man sieht das in den Gesichtern in der Metro. Ich werde morgen viel an unser Nachbarland denken…