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Was ist (ist das noch) Tanz?

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Auf dem Industriegelände des Zollvereins (Unesco Welterbe!) kann man sich wunderbar verlaufen, aber man findet die Hallen dann doch irgendwie zur rechten Zeit der nächsten Veranstaltung. Seit Mittwoch gibt es hier in Essen – auf der Tanzplattform in Deutschland – Tanz aus der freien Szene zu sehen. Auf das „in“ wird viel wert gelegt, denn das Team ist angetreten die Tanzplattform Deutschland zu öffnen und globaler zu denken. Nach fünf von acht Vorstellungen für die ich Karten habe, ist meine Stimmung durchwachsen. Es ist mir glaube ich zu wenig „Tanz“ (für mein Verständnis von Tanz) auf der Bühne, gleichwohl es durch und durch um Tanz geht. Nun muss ich dazu sagen, dass ich gerade aus der Produktion „The Last ideal Paradise“ vom Theatercombinat Wien/Claudia Bosse komme und die Vorstellung nach ca. 1h20 verlassen habe. Was ich gesehen habe, war eine sperrige (gut gemeint würde man sagen: intellektuelle) performative Installation von Menschen in silbernen Anzügen und bunten Pullovern, die neben anderen Dingen in einer Lagerhalle angeordnet wurden. Den ethnologischen Diskurs / die Thematisierung von Kolonialismus fand ich schwierig und habe es wahrscheinlich auch nicht verstanden. Was hängen geblieben ist, ist der Satz: „Es handelt sich um eine gesamtgesellschaftliche Bewusstlosigkeit.“

Die Cocoondance Company mit „Momentum“ heute Vormittag hat mich da schon mehr interessiert. Wie es den drei zunächst vermummten Tänzern gelingt in so kleinen pulsierenden Bewegungen Spannung zu erzeugen und dies dann in einen raupenähnlichen Fortbewegungsmodus zu übersetzen war einfach faszinierend. Die Beweglichkeit in den Wirbelsäulen und in den Hüften sucht seines Gleichen und wir reden hier über gestandene männliche Kraftpakete – die durchaus auch als testosterongesteuert beschrieben werden können. Hier lag den auch die Schwäche der Inszenierung, denn die tänzerische Ekstase zu Elektrobeats bis zur totalen Erschöpfung läuft ins Leere.

Technisch überragend und sehr phantasievoll fand ich Rechard Siegals „Ballet of Difference“ gestern auf der großen Bühne des leider nur halb vollen Musiktheaters im Revier. Jede/r der Tänzer/innen besticht durch Eigenwilligkeit im körperlichen Ausdruck. Der Abend bestand aus zwei Teilen.  Die Kostüme mit ungewöhnlichen Luftpolsterversatzteilen im ersten Teil leiten dramaturgisch ein wenig in die Tierwelt – man denke an Insekten oder Salamander. Getanzt wird in Spitzenschuhen vor einer weiß leuchtenden Wand, was zum Teil dazu führt, dass man die Körper als schwarze Bewegungselemente wahrnimmt. Dann wieder tauchen die individuellen Gesichter im Licht auf. Klassische Technik wird wunderbar mit modernen Elementen kombiniert und bis Weilen auch parodiert und alle Hände sind dermaßen präsent. Im zweiten Teil ging es durch und durch um Rhythmus. In schwerem und lautem Schuhwerk wird von vier Tänzer/innen Sound erzeugt bis zum Höhepunkt mit dem Satz:“ Our ears are now in excellent condition.“

Soviel kurz zusammengefasst…ich muss gleich los nach Gelsenkirchen zur nächsten Vorstellung. Zu Claire Cunningham und Jess Curtis Abend „The way you look (at me) tonight“ schreibe ich nochmal einen extra Beitrag, weil die Thematik der Andersartigkeit so besonders ist.

 

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Dance Platform 2018 – Essen here I come…

It’s thuesday evening and I’m writing my Blog at night…when do you write your Blog? Got you…at night. I’m on “vacation” since 6:30 pm and will travel to Essen tomorrow morning and join the German Dance Platform Tanzplattform 2018 as a professional. I will see 7 dance performances till sunday. Sounds like a great plan, right!? Hope to talk a lot in between, because I’m working on the mid term plan to find a job as a Dance Dramaturg. Till then this is all just a hobby that my current employer doesn’t really care about…but I would love to make it a real job. (Catch (and hire) me, if you can! Smile!)

It’s my first time at the Dance Platform, an event that is organized since 1990 and takes place every two years in Germany in a differnet city. This year the Dance Plattform presents 13 remarkable contemporary dance productions produced in the last two years with substential German fundings and/or German choreographers/dance company. I’m really excited!!!!! There is an official Blog as well, if you are looking for more informations…but only in German as far as I can see.

This is how my schedule looks like:

  • Mittwoch, 14.03.2018
    (T1): Claire Cunningham & Jess Curtis: The Way You Look (at me) Tonight // 20h
  • Donnerstag, 15.03.2018
    (T1/T2) Grupo de Rua / Bruno Beltrão: Inoah // 17h
  • Donnerstag, 15.03.2018 Richard Siegal / Ballet of Difference: Ballet 2.018 & BoD // 20h
  • Freitag, 16.03.2018
    (T1) CocoonDance Company: MOMENTUM // 13h, (T1)
  • Freitag, 16.03.2018 Claudia Bosse / Theatercombinat: the last IDEAL PARADISE // 15h
  • Freitag, 16.03.2018 Eszter Salamon: MONUMENT 0.5: The Valeska Gert Monument // 20h
  • Samstag, 17.03.2018
    (T1) Xavier Le Roy: TEMPORARY TITLE, 2015 // 14 – 19h,
  • Samstag, 17.03.2018 Boris Charmatz / Musée de la Danse: 10000 Gesten // 20h

 

You saw any of the performances already and want to share your thoughts!? Cool! Write me a comment.

Good night and let’s dance this weekend for sure! In the pub, on the beach, no matter…

Corinna