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Wenn schon Mai ist, dann ist der April wohl vorüber…

Mir ist der April irgendwie abhandengekommen. Wirklich. Ich versteh es nicht. Der war plötzlich vorbei, vorüber, vergangen. Jedenfalls ist er nicht mehr vorhanden. Vielleicht ist er in diesem Jahr auch ausgefallen. Gestern war jedenfalls der erste Mai und da gab es Klopfzeichen im Kopf. Hey! Du! Wo ist der April hin…hier im Blog ist er auch nicht anzutreffen, der April. Kein Eintrag. Nichts zu finden. Mmmm. Der Mai soll aber ein zuverlässigerer Zeitgenosse sein. Zuverlässiger als ich jedenfalls, denn ich gedenke gerade, den angedachten Besuch bei der Konferenz Theater und Netz Vol. 6 am 6. Mai in Berlin in meinem Kalender zu streichen. Wird mir einfach zu viel. Zur Frage: “Wie können Theater mit Blogger*innen Diskurs gestalten und das Publikum mit einbinden?”, die im Bloggerspace der Konferenz diskutiert werden soll, könnte ich wahrscheinlich eh nicht viel beitragen. Ich habe keine Zeit das Publikum in meinen einzubinden, weil ich gerade an einem unterbesetzen Stadttheater arbeite. Der Blog kommt nur im Schritttempo voran. Und an den Theatern hat auch (k)aum)einer Zeit. Wenn man das so schreibt und über die Klammern nachdenkt, dann kann das “Kaum einer”, “einer” oder “keiner” heißen. Oh man. Wie gut man doch Text produzieren kann, wenn man eigentlich kein wirkliches Thema und keine Zeit hat. Das tolle an der Konferenz ist, dass man die auch im Internet verfolgen kann. Man muss also gar nicht unbedingt hinfahren, sondern man muss nur wissen, wo man klicken muss, um Informationen zu finden.

Verzeiht mir, dass ich im Nachgang der Tanzplattform auch noch Beiträge versprochen hatte, die wohl nicht mehr kommen werden. Die Notizen wimmern leise vor sich hin und das Arbeitsbuch liegt eher unberührt und bereits leicht verstaubt hier links neben mir in irgendeinem Stapel. Die Stapel haben eine bessere Strategie als die Monate. Die tauchen nicht ab, sondern einfach so auf und werden immer größer. Bis man sie vom Schreibtisch auf den Fussboden verbannt, weil man sonst auf dem Schreibtisch kaum mehr arbeiten kann. Die Stapel, die bleiben auch einfach. Ganz hartnäckige Zeitgenossen sind das und wenn man wie ich derzeit gar keinen Schreibtisch in seinem Übergangs-WG-Zimmer hat, sondern nur einen 90×90 cm Ikea-Tisch, dann ist das echt ein Problem. Ich bin vom Thema abgekommen und die Zeit verstreicht. Genießt den grandios grünen Mai und geht ab und an mal spazieren, statt so unnützes Zeug zu lesen!

PS: Ich liebe die Kolumnen von Axel Hacke und Texte von Elfriede Jelinek und der Stil jetzt – hier – heute Abend, ist natürlich irgendwie geklaut, falls das jemandem aufgefallen ist. 

 

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