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10 Minuten nachdenken über Tagesgeschehen – Wahltag in Frankreich

Als ich heute morgen durch Berlin gelaufen bin und zwei Französinnen auf ihren Rädern an mir vorbei fuhren und miteinander sprachen, habe ich ganz sensibel reagiert. Heute Französisch zu hören, führt mich natürlich wieder zu dem Gedanken, dass ihr Franzosen heute wählen gehen solltet/könnt/müsst! Als ich beim Bäcker frühstückte und nebenbei den Leitartikel des Berliner Tagesspiegels zur Wahl in Frankreich lass, wurde mir nicht wohler. Die Franzosen haben heute eigentlich wirklich keine Wahl…was tun, wenn man schon absehen kann, dass der dann hoffentlich heute Abend gewählte jüngste Präsident Frankreichs, es dananch tatsächlich verdammt schwer haben wird, irgend etwas durch zu bekommen, weil er eigentlich eben nicht die Mehrheit hinter sich vereinen konnte. Was heißt es, wenn die Leute dich wählen, nur weil sie eine andere Katastrophe verhindern wollen? Er ist klug, aber wird es ihm gelingen mit denen ins Gespräch zu kommen, die nicht zur Elite gehören? Als ich letztes Wochenende in Paris war (eine Woche vor der Wahl) habe ich mich eigentlich gewundert. Man hatte den Eindruck, dass es die Franzosen garnicht so richtig interessiert. Ich habe jedenfalls keine Demos gesehen und auch keinen getroffen, der die Leute aufgerufen hat: “Geht wählen!” Keine großen Bewegungen, die Marine Le Pen, verhindert wollen. Da scheint die Motivation 2002 noch größer gewesen zu sein.
Nur einmal habe ich in den drei Tagen einen Schriftzug gegen den Front National gesehen und hier und da waren ein paar Plakate beschmiert, aber sonst…wen interessiert diese Wahl?

Und natürlich sind jetzt plötzlich vermeintliche “News” oder “Fake News” aufgetaucht. Spätestens bei diesen Zeilen hatte ich für heute schon wieder genug von diesem tollen Internet und der Schnelligkeit. Dann mit diesem beim Frühstück angeeigneten neuen Wissen auf in den nächsten Konferenztag gestartet. Bitte geht wählen liebe Franzosen und danach sehen wir weiter…

Spaziergänge durch Paris

Ich habe Zweitausendsieben in Paris gelebt und das ist schon eine Weile her. Die Stadt hat seitdem viel erlebt und dennoch kommt man am Gare de l’Est an und alles ist ganz entspannt. Ich bin letztes Wochenende durch St. Martin spaziert und kreuz und quer durch die Stadt. Der Place de la Republique ist jetzt geflastert und an der Seine sind die Uferstraßen – die Hauptverkehrsadern – nicht mehr nur im Sommer für einen Monat, sondern das ganze Jahr über gesperrt. Aus aller Welt reisen sie an, um dort spazieren zu gehen und ein Glas Wein bei Sonnenuntergang zu trinken. St. Chapelle, die Katakomben und das Musée de l’ Orangerie habe ich neu für mich entdeckt. Man kann in Paris wie immer hervorragend frühstücken und essen gehen. Für Courbevoir – mein altes Viertel – gibt es einen Stadtentwicklungsplan, inklusiver neuer Nahverkehrsanbindung. Es tut sich viel und für mich als Außenstehende herscht positive Stimmung, aber die Pariser sind nervös. Nach Trump ist sich keiner mehr sicher, ob Marin le Pen morgen nicht doch gewinnen könnte… Wenn man im Jardin des Tuilleries sitzt und die “Welt” beobachtet, hält man das nicht für möglich, aber wer weiß. Es gibt auch eine große unausgesprochene Enttäuschung, Ratlosigkeit, Überforderung und Müdigkeit. Man sieht das in den Gesichtern in der Metro. Ich werde morgen viel an unser Nachbarland denken…

Dix Kilomètre à pied … Paris

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Playing Boule at Paris Plage

Paris is always worth a trip at any time of the year. No matter, if you want to travel alone or with your best friend. This town should be your next stop, if you haven’t made it jet. Do you know the famous childrens song: “Dix kilomètre à pied ça use, ça use, dix kilomètre a pied  ça use les souliers.”? The best thing you can do in Paris is to discover the town by foot. I studied in Paris for a year in 2006/07 and I just loved to stroll around and get lost in the streets. Start your day with a fresh croissant and a coffee from any french boulangerie in walking distance of your hotel to make yourself happy. My favorite neighborhood is Marais. It’s a vibrant and creative community with lovely cafés and bars, not only for the gay scene. You will find the Musée Picasso there and my beloved Centre de dance du Marais (41 Rus du Temple / awesome African Dance Course). The best museum however is the Musée du Quai Branly, fallowed by the Musée d’Orsay – a former old train station! The best street artists perform in front of the Centre Pompidou (nick name “Beaubourg”) in the summer and you can easily spent two two hours just sitting around there with your lunch at hand. Don’t miss to walk your way along the river Seine and eat icecream in the Jardin des Tuileries. It is also a lot of fun to visit the Tour Eifel with a local Parisian, who has never down it before in his/her lifetime. I did that with a neighbor I became a friend with, thanks to the wonderful La Fete des Voisins. The view was fantastic of course (wasn’t it Christel?) and I enjoyed the time to talk while waiting in the line. In the evening it is exciting to slip into the Opéra national de Paris for a few minutes (during the intermissions), to see the impressive building from the inside for a moment. It also helps you to get an impression of the Paris style dress code. I was always underdressed! You can book a tour or by a ticket for a show too, if you have more time. Right next to the Opéra national de Paris is a massive church that is called La Madeleine and is often overlooked by tourists. For night life I would suggest the Place d’Italy. What else…there are so many things to see:

  • The Palace of Versailles
  • Père Lachaise Cemetery
  • Théatre de la Cité Internationale
  • playing Boule at Paris Plage on a summer evening
  • The Catacombs (haven’t done it myself jet…the line was far too long, but friends told me, that it is great)
  • … to be continued by yourself

I really enjoyed to live in Paris and I miss it from time to time. There is only one disadvantage I can come up with: The living is expensive and (therfore) a bit stressful.

Enjoy your trip and let my know what you think about this post!

PS: Believe it or not in 2006/07 I still used an analog camera, so I can’t add any digital pictures from Paris here right now.

PPS: Check out the pingback for Paris on the blog “On the Road through” to find out more travel tips for Paris.